Am 08.07.2016 fand im Haus der Burschenschaft Teutonia Prag zu Würzburg eine Veranstaltung über die Junge Alternative, die Jugendorganisation der AfD, statt. Als Redner war Reimond Hoffmann, AfD-Funktionär aus Baden-Württemberg, eingeladen worden. Da es sich sowohl bei der Burschenschaft Teutonia als auch bei der AfD und der JA um Organisationen handelt, die rassistische, nationalistische und andere menschenverachtende Positionen und Hetze verbreiten, entschlossen sich ca. 30-40 Menschen spontan dazu, gegen die Veranstaltung zu protestieren. Auf dem Weg zum Haus der Burschenschaft begegnete den Demonstrierenden ein Taxi, aus dem heraus die Demonstrierenden von zwei Burschenschaftern massiv und ohne Anlass oder Vorwarnung tätlich angegriffen wurden. Dabei wurde ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Würzburg am Hals und im Gesicht getroffen, blieb glücklicherweise aber weitgehend unverletzt. Die Angreifer entfernten sich anschließend; einer verschwand im Haus der Burschenschaft Teutonia. Die Demonstrierenden versammelten sich daraufhin vor eben diesem Haus, um lautstark gegen die Veranstaltung der Burschenschaft zu demonstrieren. Diese Demonstration konnte erfolgreich und ohne weitere Zwischenfälle durchgeführt werden.

Täter identifiziert

Die zwischenzeitlich durch Dritte herbeigerufene Polizei nahm die Personalien mehrerer Teilnehmer*innen der Veranstaltung der Burschenschaft auf. Dabei konnten auch die Täter des oben geschilderten Angriffes identifiziert werden. Gegen einen der Täter wurde Strafanzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung erstattet.

Solidarität mit den Demonstrierenden!

Die GRÜNE JUGEND Würzburg verurteilt den Angriff der Burschenschafter auf die Antirassist*innen scharf. Wir fordern, dass dieser weitere Fall rechter Gewalt konsequent verfolgt wird. Dass die Burschenschafter den Angriff ohne Anlass und ohne Vorwarnung durchführten, zeigt weiterhin, mit welcher Gewaltbereitschaft und Aggression wir es im rechten Spektrum inzwischen zu tun haben. Sowohl die Burschenschaft Teutonia als auch die AfD stellen mit ihrer menschenverachtenden und in Worten und Taten gewalttätigen Agitation eine immense Gefahr für die Gesellschaft dar. Wir fordern deswegen ein entschlossenes Vorgehen gegen diese Machenschaften auf allen Ebenen und danken den Menschen, die letzten Freitag dagegen demonstriert haben!