Zum Auftritt der „Söhne Mannheims“ und Xavier Naidoo in der Posthalle am 11. Mai erklärt die GRÜNE JUGEND Würzburg Folgendes: 
Allerspätestens mit ihrem neuesten Song, dem Lied „Marionetten“, haben Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims bewiesen, dass sie Verschwörungstheorien und antisemitische Stereotype und Hetze verbreiten. In „Marionetten“ heißt es zum Beispiel:
„Wie lange noch wollt ihr Marionetten sein; Seht ihr nicht, ihr seid nur Steigbügelhalter; Merkt ihr nicht, ihr steht bald ganz allein; Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter.“
Naidoo nimmt damit Bezug auf antisemitische Verschwörungstheorien, in denen behauptet wird, die Welt würde von einer dunklen, aus dem Hintergrund agierenden Macht gesteuert. Ähnliches hatte er schon 2014 in „Raus aus dem Reichstag“ getextet, als er sang:
„Baron Totschild gibt den Ton an“.
„Baron Totschild“ ist eine Anspielung auf die jüdische Bankiersfamilie Rothschild, der in vielen antisemitischen Verschwörungstheorien angedichtet wird, die Welt zu kontrollieren. Ebenfalls sind im Text des Liedes „Marionetten“ Gewaltaufrufe gegen Parlamentarier*innen enthalten:
„Und wenn ich nur einen in die Finger bekomme | Dann zerreiss‘ ich ihn in Fetzen | Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen“
Insgesamt ist der Text des neuen Liedes der Söhne Mannheims als verschwörungstheoretisch, demokratiefeindlich und antisemitisch zu bewerten.  Darüber hinaus steht Xavier Naidoo der sogenannten „Reichsbüger“-Bewegung nahe, bei einer deren Veranstaltungen er 2014 auftrat. Zu verschiedenen Anlässen behauptete er zudem, dass Deutschland kein souveränes Land sei, ein typisches Argument der „Reichsbürger“-Bewegung. Und auch Homofeindlichkeit findet sich in seinen Texten, zum Beispiel im 2012 veröffentlichten Lied „Wo sind sie jetzt“. 

Keine Toleranz für „Reichsbürger“-Ideologie!

Festzuhalten bleibt, dass vor allem Xavier Naidoo, aber auch zuletzt die Söhne Mannheims, mit ihren Texten Verschwörungstheorien, antisemitische Stereotype und andere menschenverachtende Hetze verbreiten. Insbesondere nach der Veröffentlichung des Titels „Marionetten“ ist es für uns absolut unverständlich, dass die Posthalle GmbH den Söhnen Mannheims einen Auftritt in ihren Räumlichkeiten ermöglicht. Für antisemitischen, demokratiefeindlichen und verschwörungstheoretischen Hass darf es keine Bühne geben, weder in Würzburg, noch anderswo! Wer sie doch zur Verfügung stellt, macht sich mitschuldig an der Verbreitung von Menschenverachtung. Die GRÜNE JUGEND Würzburg fordert deswegen die Posthalle GmbH auf, das Konzert der Söhne Mannheims am 11. Mai ersatzlos abzusagen.