Gewässer sind Lebensräume, die Artenvielfalt bewahren und dementsprechend gepflegt werden sollten. Stattdessen traf vor wenigen Tagen die erneute Hiobsbotschaft von verstorbenen Fischen am Bach Kürnach ein. Seit sechs Jahren gibt es keine Besserung der Wasserqualität. Die GRÜNE JUGEND Würzburg sieht solche Umstände als nicht länger tragbar an.

Zum erneuten Vorfall an der Kürnach erklärt Amanda Jacobick, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNEN JUGEND Würzburg: 

„Es ist beschämend, dass sich seit sechs Jahren immer noch nichts an der Verschmutzung des Baches geändert hat. Das erneute Fischsterben deutet darauf hin, dass die bisher getroffenen Maßnahmen, wie z.B. eine bessere Überwachung der Regenüberlaufbecken, keinerlei Wirkung zeigen. Bei jedem größeren Regenfall verwandeln sich Kürnach und Pleichach in stinkende Kloaken, zuletzt am 13. und 14. September. Bäche sind Lebensräume, keine Abwasserkanäle. Die ansässigen Kommunen müssen ihr komplettes Abwassersystem auf den Prüfstand stellen, um Abwassereinleitung in die Kürnach künftig wirksam auszuschließen.“

Sebastian Hansen, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Würzburg, ergänzt: 

„Für uns ist es zudem unverständlich, warum die gefundenen toten Fische nicht sofort gemeldet, abtransportiert und untersucht wurden, um die genaue Todesursache festzustellen. Ob es Absicht war, dass die Gemeinde Kürnach das Fischsterben erst mit zweitägiger Verzögerung gemeldet hat, wissen wir nicht. An dem Vorgang hängt jedoch der Geruch der Vertuschung, genauso wie an dem Umstand, dass der Bachpächter nicht sofort informiert wurde. In Zukunft verlangen wir von den Behörden vollständige Transparenz über Fischsterben und Umweltfrevel an der Kürnach!“