Anlässlich der Klimakonferenz in Bonn hat die GRÜNE JUGEND Würzburg am 18. November in der Würzburger Innenstadt mithilfe eines Modells eines Kohlekraftwerks und einer nachgebauten Wüste Ursachen und Folgen des Klimawandels symbolisch gegenübergestellt. Ebenso wurden die Auswirkungen des Klimawandels auf Würzburg thematisiert. Der Aktion voraus ging eine zweiwöchige Plakataktion in der Würzburger Innenstadt.

Magdalena Bachinger, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNEN JUGDEND Würzburg, erklärt dazu: „Mit unserer Aktion wollen wir zeigen, dass es eher fünf nach zwölf ist als fünf vor. Wenn wir es nicht schaffen gegen die Klimakatastrophe vorzugehen, wird es in weiten Teilen der Erde Überschwemmungen und Dürren geben. Unsere Kohlekraftwerke sind die direkte Ursache hierfür. Dies muss den Menschen ins Bewusstsein gerufen werden. Auch für Würzburg wird es durch den Klimawandel massive Veränderungen geben. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird laut dem Klimaforscher Heiko Paeth die Temperatur in Unterfranken um 4-5 °C ansteigen, die sommerlichen Niederschläge um ein Drittel zurückgehen. Der Stadt Würzburg in ihrem Talkessel drohen bis zu 52 Hitzetage mit Tagesdurchschnittstemperaturen von über 30 °C im Jahr. Wir müssen jetzt handeln!“

Sebastian Hansen, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Würzburg, ergänzt: „Wir stehen als GRÜNE JUGEND Würzburg klar und deutlich für den sofortigen Beginn des Kohleausstiegs. Die 20 dreckigsten Kohlekraftwerke müssen unverzüglich abgeschaltet werden, der Rest so schnell wie möglich innerhalb der kommenden Jahre. Doch das reicht bei weitem nicht. Wir brauchen eine umfassende Verkehrswende und ein zeitnahes Aus für den Verbrennungsmotor. Auch in Würzburg müssen dringend Maßnahmen gegen die Überhitzung der Stadt getroffen werden. Es müssen mehr Grünflächen geschaffen werden und der Ausbau des ÖPNV, insbesondere der Linie 6 ans Hubland, muss schnellstens angegangen werden. Der Bischofshut muss in absehbarer Zeit autofrei sein.“