Am Samstag, den 17. März 2018 fand der 2. KlimaSchutzKongress der Klima-Allianz Würzburg und des Zentrums für angewandte Energieforschung (ZAE) in Würzburg statt. Ziel war es auch in diesem Jahr, kommunale Akteur*innen und Interessierte zusammenzubringen und gemeinsam an ausgewählten Themenbereichen Konzepte für den Klimaschutz zu erarbeiten. Im Rahmen verschiedener Impulsvorträge und Workshops wurden drängende Umwelt- und Zukunftsfragen diskutiert und im Format des Open Space konkrete Handlungsoptionen entwickelt. Insgesamt gab es sechs Workshops, die bereits nach zwei Wochen mit 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgebucht waren.

Einen Eröffnungsvortrag über den aktuellen Forschungsstand zum Klimawandel hielt Prof. Dr. Heiko Paeth, Lehrstuhl für Physische Geographie der Universität Würzburg. Nach der Workshopphase referierte PH Dr. Tilmann Schenk, Institut für Geographie der Universität Wuppertal, zum Thema Mobilitätswende.

Amanda Jacobick, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNEN JUGEND Würzburg:

„Der aktuelle Forschungsstand zeigt: Wir müssen handeln. Nicht morgen, nicht in 20 Jahren oder in einer halben Stunde, sondern jetzt! 2017 waren die CO2-Emissionen so stark gestiegen wie noch nie. In den letzten 4 Jahren hatten wir Temperaturen, die sich Jahr um Jahr nochmal überboten haben. Allein 2017 gab es vier große Extremwetterereignisse, eines davon direkt vor unserer Würzburger Tür – der Tornado in Kürnach. Aktuelle Zahlen belegen noch eine weitere Hiobsbotschaft: der tatsächliche Anstieg des Meeresspiegel ist viel höher als erwartet und wird sich bis 2100 auf 1,70m belaufen. Weite Küstenteile, darunter große Teile der Niederlande, werden bei diesem Ausmaß komplett überflutet. Was soll noch passieren, damit endlich reagiert wird? Der weitere Verlauf der Veranstaltung hat zum wiederholten Male bewiesen, dass wir die Lösungen bereits im Gepäck haben. Wir müssen es nur endlich angehen. Lasst uns damit sofort beginnen!“

Florian Leiner, Besitzer im Vorstand der GRÜNEN JUGEND Würzburg, zum Workshop „Dezentrale Energieversorgung und -speicherung“:

„Nach einer kurzen Einführung in das Thema durch Herrn Baumann hielten zwei Geschäftsführer von den Stadtwerken aus Leipzig und Haßfurt Impulsvorträge. Spannend waren die Ausführungen von Herrn Dipl.-Ing. Norbert Zösch aus Haßfurt, da er einige interessante und innovative Projekte aus seiner Stadt vorstellte. Die Würzburger Stadtwerke könnten von Haßfurt einiges lernen! Dezentrale Energieversorgung mit Energiespeichern ist unsere Zukunft. Je länger die Werke warten die Netze aus- und umzubauen, desto dramatischere Einschnitte wird Würzburg in Zukunft erleben. Aus der folgenden Diskussion nehme ich einige Gedanken mit, für die wir uns als GRÜNE JUGEND einsetzen werden. Ich bedanke mich für die Organisation des Kongresses, auch wenn es noch Verbesserungsmöglichkeiten gäbe (mehr weibliche Referentinnen, kostengünstigeres Mittagsessen zumindest als Option, zwei Moderator*innen pro Workshop/1x Moderation + 1x Sammlung von Forderungen).“