Am Sonntagnachmittag hat die GRÜNE JUGEND Würzburg anlässlich des Equal-Pay-Days am 18.03.2018 mit einer Verteilaktion auf den bisher unveränderten Gender Pay Gap hingewiesen. Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch 21 % weniger als Männer. Ursachen hierfür sind die schlechtere Bezahlung von Frauen bei gleicher Tätigkeit, eine geringere Vergütung von typischen „Frauenberufen“, höhere Arbeitsmarktbeteiligung von Männern durch eine geringe Doppelbelastung von Beruf und Familie sowie der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen. Um für diesen Nachteil zu sensilibisieren und ihn für wenige Stunden auszugleichen, hat die GRÜNE JUGEND neben Flyern auch Kekse verteilt, die für Männer circa 21 % kleiner ausfielen.

Maria Gößmann, Listenkandidatin (Platz 5) und Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Unterfranken:

„Neben der ungleichen Bezahlung werden Frauen auch in anderen Bereichen des Arbeitsmarktes diskriminiert, welche das Lohnungleichgewicht wiederum weiter verstärken. So haben Frauen in Deutschland zwar die gleichen Startbedingungen, wie Bildung, aber sie stoßen auf mehr Hürden, wenn es um Führungs- oder allgemein höhere Positionen geht.  Diese Hürden gilt es politisch abzuschaffen, sodass wir Frauen die selben Chancen wie Männer auf dem Arbeitsmarkt haben. Auch gerade bei sozialen Berufen muss es einen Ausgleich zu Industrie- und Wirtschafsunternehmen geben, damit es einen fairen Umgang der verschiedenen Berufsgruppen gibt. Die 2015 eingeführte Frauenquote wirkt nur in 108 Betrieben in Deutschland und kann so nicht zu einer Gleichberechtigung führen.“

Milena Merkel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Würzburg, ergänzt: 

„Selbst bei exakt gleicher Qualifikation und Tätigkeit erhalten Frauen im Schnitt 7% weniger Gehalt. Dieser Zustand ist unhaltbar! Deutschland steht dabei auch im europäischen Vergleich besonders schlecht da. Leider sind Frauen auch in der Politik unterrepräsentiert. Zurzeit sitzen im Bundestag 30,9% Frauen, das entspricht dem Wert von 1998. Um wirtschaftliche Gleichberechtigung zu erreichen brauchen wir jedoch auch Gleichberechtigung in Entscheidungsprozessen z.B. zum Thema Frauenquote.  Deshalb ist ein Paritätsgesetz unbedingt notwendig um die bestehende Ungerechtigkeit zu beheben!“