Forscher aus Bremen und Innsbruck haben neue Ergebnisse zur Entwicklung der weltweiten Gletscher veröffentlicht. Nach ihren Berechnungen werden „etwa 36 Prozent des heute noch in Gletschern gespeicherten Eises  […] langfristig auch ohne weiteren Ausstoß von Treibhausgasen schmelzen.“ Das Gletschereis reagiert verzögert auf wärmere Temperaturen, schmilzt langsam ab und wird noch lange Zeit den Meeresspiegel weiter anheben.
Die neuen Ergebnisse beweisen einmal mehr, dass alle – ob Bürger, Unternehmen oder der Staat – gefragt sind, wenn es heißt das Klima zu schützen und weitere Schäden zu verhindern.

Lukas Weidinger, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Würzburg:

„Die Nachrichten über die Unumkehrbarkeit der Gletscherschmelze sind ein herber Rückschlag für den Kampf um unsere Lebensgrundlagen. Der Ausblick ist düster und ein Ende des Ausstoßes von Treibhausgasen ist nicht in Sicht. Fakt ist daher: Der Klimawandes stellt uns nicht nur vor technologische, sondern noch vielmehr vor die gesellschaftliche Herausforderung, diesem Wandel zu begegnen. Wir sind uns sicher: Abschottung und Militarismus sind Gift für ein menschliches Zusammenleben. Grün steht für eine schnellstmögliche ökologische Transformation und eine Abkehr vom Wachstumsdiktat. Dies wird uns allen – Alt, Jung und auch den ungeborenen Generationen – den Wohlstand sichern, auf den es wirklich ankommt: Frieden.“

 Amanda Jacobick, Beisitzerin im Vorstand der GRÜNEN JUGEND Würzburg, ergänzt:

„Selbst wenn wir ab morgen keinerlei Emissionen produzieren würden, sind ein Drittel der Gletscher für immer verloren! Das ist ein dramatischer Befund. Laut Klimaforscher Ben Marzeion kosten uns mittlerweile 500 Meter Autofahrt jeweils 1 Kilo Gletschereis. Das Ausmaß der Gletscherschmelze bekommen schon jetzt die Inselstaaten zu spüren, die nach und nach ihre Heimat verlieren und durch die Versalzung der Brunnen mit Trinkwassernot zu kämpfen haben. Hinzu kommt, dass die globale Erwärmung und die Versauerung der Meere starke Bleichen und ein zunehmendes Aussterben von Korallenriffen nach sich zieht. Den Menschen auf den Inseln fehlt daher nicht nur Wasser, sondern auch Fische zum Überleben. Der Verdrängungsmechanismus der Regierung ist deshalb nicht mehr länger tragbar! Es braucht eine Politik, die schneller auf die großen Fragen der Zukunft reagiert und sie nicht noch verschlimmert oder auszuitzen versucht.“

Ein Artikel zu den Ergebnissen:

https://idw-online.de/de/news691096