In der vergangenen Woche hat der Stadtrat gleich zwei schlechte Entscheidungen getroffen, außerdem kam noch eine Nachricht hinzu.

Nach einer sehr gut von der Bevölkerung angenommen Phase, während der in der Spiegelstraße eine Fußgänger*innenzone geschaffen wurde, sollen bald wieder Busse rollen. Dies wird die Qualität der Fußgänger*innenzone durch Lärm und Senkung der Luftqualität erheblich mindern. Außerdem nimmt die andauernde „Gefahr“ vor einen Bus zu laufen den Passant*innen die Sicherheit und Ruhe, welche die Vorzüge in einer Fußgänger*innenzone ausmachen. Paulina Vogel, Sprecherin der Grünen Jugend Würzburg, meint:

„Wenn alle paar Minuten ein Bus durch die Fußgänger*innenzone fährt, ist das sowohl für den Einzelhandel, aber vor allem für die Passant*innen extrem störend. Es kann nicht sein, dass der einzige Weg die Theaterstraße vom Busverkehr zu entlasten, dazu führt, dass Busse durch eine Fußgänger*innenzone fahren. Würzburg braucht endlich ein Nahverkehrskonzept, das zukunftsfähig ist!“

Desweiteren wurde eine Entscheidung gefällt, die wegweisend hätte sein können:
Im Bereich der Sterngasse, Plattnerstraße und Am Bruderhof sollte eine Fußgänger*innenzone entstehen. Diese könnte zudem mit sieben Bäumen begrünt werden. Das wurde im Stadtrat am 17.07 mit knapper Mehrheit abgelehnt. Dass 45 Parkplätze im innerstädtischen Bereich für CSU, Freien Wähler, dem Bürgerforum und der Würzburger Liste wichtiger erscheinen als eine positive Neuerung in der Innenstadt für Mensch und Umwelt ist höchst bedauerlich und zeigt, wie sehr die Vertreter*innen der Bevölkerung an der Realität und den zukünftigen Ansprüchen vorbei agieren.

Zusätzlich zu diesen Ereignissen kam eine dritte Nachricht diese Woche an die Öffentlichkeit. Der Würzburger Verkehrsverbund erhöht zum 1.August seine Fahrpreise. Florian Leiner, Mitglied im Vorstand der Grünen Jugend Würzburg dazu:

„Dieser Schritt macht den öffentlichen Nahverkehr in Würzburg für viele Menschen unattraktiver und trägt dazu bei, dass weiterhin Individualverkehr in Würzburg zu hohen Schadstoffwerten und schlechtem Mikroklima führt. Hier liegt es am Stadtrat und dem WVV Lösungen zu finden, erstens den Nahverkehr zukunftstauglich auszubauen und in einem zweiten Schritt die Fahrt ticketlos zu gestalten!“

Die Grüne Jugend Würzburg fordert einen Ausbau der Fußgänger*innenzonen in Würzburg und erwartet vom Stadtrat endlich zukunftsgewandt und mutig zu handeln!