Wie die Mainpost in ihrem Artikel “ÖPNV: Busfahren wird billiger für Jugendliche und Senioren” schreibt, wird es ab diesem Sommer einen neuen „Wein und Wiesn-Sprinter“ geben, außerdem gibt es etwaige Vergünstigungen für Senior*innen wie Jugendliche. Wir begrüßen diese Fortschritte und die Bemühungen, den ÖPNV attraktiver zu gestalten, halten die Maßnahmen aber für lange nicht weitreichend genug. Wir fordern, dass Ticketpreise massiv gesenkt werden. Menschen unter 18 sollten den ÖPNV ticketlos nutzen können. Für Schüler*innen, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und Studierende über 18 Jahre soll ein stark vergünstigtes Ausbildungsticket – ähnlich dem zurzeit bestehenden Semesterticket – mit Gültigkeitsbereich in ganz Unterfranken angeboten werden. Langfristig sollten alle Menschen den ÖPNV ticketlos benutzen können.

Paulina Vogel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Würzburg, erklärt dazu:
„Wir begrüssen, dass für Auszubildende verbilligte Tickets eingeführt werden. Das reicht aber nicht. Junge Menschen müssen an den ÖPNV gebunden werden. Das geht am besten mit einem kostenlosen Ticket für alle unter 18. Darüber hinaus muss ein stark vergünstigtes Ausbildungsticket – ähnlich dem bestehenden Semesterticket – mit Gültigkeitsbereich in ganz Unterfranken eingeführt werden. Langfristig sollten alle Menschen den ÖPNV kostenlos nutzen dürfen.“

Des Weiteren wird beworben, dass in manchen Bussen schon WLAN angeboten wird, das wollen wir auf alle erweitern. Auch wurde richtig erkannt, dass der Ticketkauf vereinfacht werden muss, wir fordern deswegen auch, dass eine leicht zu bedienende App für Stadt und Landkreis entwickelt wird, in der unkompliziert Ticketkäufe möglich sind. Wichtig ist vor allem, dass die Angebote nicht nur für Tourist*innen à la “Wein-Sprinter” ausgebaut werden, sondern der Busverkehr im Landkreis Würzburg reformiert wird. Wir fordern einen echten Stundentakt für alle Gemeinden im Landkreis Würzburg zwischen 6 und 24 Uhr auch am Wochenende, für stadtnahe Gemeinden einen Halbstundentakt zwischen 7 und 20 Uhr. In sehr stadtfern liegenden Gemeinden soll die Taktung vor allem am Wochenende durch intelligente Rufbussysteme realisiert werden. Die stadtnahen Gemeinden müssen in das sehr gut funktionierende Nachtbussystem der Stadt Würzburg eingebunden werden.

Sebastian Hansen, Spitzenkandidat der Grünen Jugend für den Kreistag ergänzt:
“Um den ÖPNV für junge Menschen attraktiv zu machen, sind auch bessere Abend- und Nachtbusverkehre in den Landkreis notwendig. Die stadtnahen Gemeinden sollten an das Würzburger Nachtbussystem angebunden werden und in alle Gemeinden sollten unter der Woche noch bis 24 Uhr Busse fahren. Dass so etwas funktioniert, zeigt der von der VGMT und den dortigen Gemeinden angebotene Nachtbus in den westlichen Landkreis. Die APG und Herr Schraml sollten ihre Blockadehaltung diesbezüglich endlich aufgeben.”