Am 9. Juli 2019 veranstaltete die Grüne Jugend Würzburg die Diskussionsrunde “Lass mal quatschen”, um die junggrünen Kandidierenden für die Kommunalwahl 2020 vorzustellen und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Sebastian Hansen, Magdalena Laier und Konstantin Mack erhielten die Voten der junggrünen Mitglieder, um als deren Spitzenkandidierenden in den Wahlkampf zu ziehen. Sebastian Hansen wird im kommenden Jahr für den Kreistag kandidieren, Magdalena Laier und Konstantin Mack für den Würzburger Stadtrat. Während alle drei die Interessen junger Menschen in den kommunalen Gremien stärken wollen, hat jede und jeder von ihnen eigene politische Schwerpunkte.

So setzt sich Konstantin Mack für eine Verkehrspolitik in Würzburg ein, die den öffentlichen Nahverkehr, sowie Radfahrer_innen und Fußgänger_innen stärkt: “Vor allem Stadtbewohner_innen leiden unter der Privilegierung des Individualverkehrs, dessen Auswirkungen Abgase, Lärm und die Verkleinerung des öffentlichen Raums durch Parkplätze sind. Würzburg braucht ein verkehrspolitisches Umdenken! Ich fordere sichere Radwege, den Ausbau von Straßenbahnlinien und günstigere ÖPNV-Tickets.” Klar sei aber auch, dass die Voraussetzung für gelungene Kommunalpolitik das soziale Klima sei. “Ich bin stolz auf die engagierte Zivilgesellschaft in Würzburg. Viele Menschen sind ehrenamtlich in Vereinen tätig und tragen ihren Teil zu einer lebendigen Stadtgesellschaft bei. Stadt und Verwaltung sollen auch in Zukunft Veranstaltungen wie den Christopher Street Day unterstützen und sich für Akzeptanz einsetzen.

Würzburg ist eine Studierendenstadt – und das muss sich auch in der Stadtpolitik widerspiegeln. Ich möchte jungen Menschen die Stimme geben, die sie verdienen. Wir brauchen für alle Menschen bezahlbaren Wohnraum, mehr Grünflächen in der Stadt und eine Kultur, in der sich jeder Mensch willkommen fühlt”, so Magdalena Laier. “Studentisches Leben muss besonders im Bereich Wohnen gefördert werden. Der von der Stadt seit langem diskutierte Erwerb des Faulenbergareals muss endlich umgesetzt werden, um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ohne zusätzliche Flächenversiegelung voranzutreiben. Außerdem brauchen wir sichere Radwege und Räume, in denen sich junge Menschen unabhängig von Kommerz treffen und kreativ werden können.

Auch für den Landkreis will Sebastian Hansen eine bessere ÖPNV-Anbindung erreichen. “Es kann nicht sein, dass man in von der Stadt aus unter Woche nach 22:30 Uhr nicht mehr mit dem Bus nach Hause kommt, wenn man im Landkreis wohnt. Wir brauchen von 6 bis 24 Uhr jeden Tag mindestens einen Stundentakt in jede Landkreisgemeinde, für die stadtnahen Gemeinden mindestens einen Halbstundentakt.” Ein weiteres wichtiges Anliegen ist ihm der Naturschutz im Landkreis. “Noch immer wird viel zu viel Fläche für neue Gewerbegebiete oder neue Straßen versiegelt. Es muss hier endlich mehr Zusammenarbeit der Gemeinden geben, um den Flächenverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem können wir uns keine Supermärkte auf der grünen Wiese mehr leisten, sondern müssen die innerörtliche Nahversorgung stärken!

Das Interesse der Menschen und die rege Teilnahme an der Veranstaltung sehen Hansen, Laier und Mack als Bekräftigung ihrer Kandidaturen. Vor allem die Fragen und positiven Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger zeigen, dass politisches Engagement junger Menschen in Würzburg notwendig und willkommen ist.