Junggrüner Betriebsbesuch bei „Cannameleon“, einem familiengeführten Unternehmen in Würzburg, das legale Cannabis-Produkte verkauft.
“Cannameleon” ist vor knapp zwei Wochen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten, weil der Laden wegen des Vorwurfs, gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen zu haben, Opfer einer großangelegten Polizeiaktion wurde. Die Grüne Jugend Würzburg verurteilte damals das Vorgehen der Polizei und erklärte ihre Solidarität mit den betroffenen Personen. Bei dem gestrigen Besuch stand nicht allein das repressive Vorgehen gegen die Cannabis-Branche im Vordergrund. Vielmehr informierten sich Marie Büchner (Stadtratskandidatin), Konstantin Mack (Stadtratskandidat), sowie Maximilian Hirschberger (Politischer Geschäftsführer der Grünen Jugend Würzburg) und Christina Danzer bei dem jungen Startup über deren Betriebskonzept: „Wir wollen mit Würzburger Unternehmen in Kontakt kommen, um einen Einblick in deren Arbeit zu bekommen. Uns interessiert vor allem, mit welchen Herausforderungen junge Gründer*innen vor Ort konfrontiert sind, aber auch, welche Unterstützung sie erhalten.“

“Schockiert hat mich, als der Cannameleon-Gründer uns davon berichtete, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Polizei beschattet werden”, berichtet Konstantin Mack, Spitzenkandidat der Grünen Jugend Würzburg zur Stadtratswahl. Regelmäßig statten Beamtinnen und Beamte in zivil den Cannabis-Geschäften einen Besuch ab. Mack weiter: “Es ist ein Armutszeugnis für Polizei und Justiz, junge Start-Ups solchen Repressalien auszusetzen. Mit Cannameleon wird hier umgesprungen, als sei der Laden ein schwerkrimineller Drogenring, dabei handelt es sich um einen Kaffee-und Gesundheitsshop.”

Stadtratskandidatin Marie Büchner ergänzt: „Wir halten diese einschüchternde und konzertierte Durchsuchungsaktion für Schikane. Das Geld, das die bayerische Staatsregierung in derartige Einsätze steckt, könnte für sinnvollere Maßnahmen wie etwa Drogenprävention ausgegeben werden. Die Staatsregierung führt offensichtlich einen Feldzug gegen die junge Cannabis-Branche.“