In der Main Post Ausgabe vom 04.06.2020 hat der Kämmerer der Stadt Würzburg, Robert Scheller, die aktuelle Finanzlage der Stadt erklärt. In diesem Artikel kündigte Herr Scheller an, er wolle die zur Finanzierung der Straßenbahnlinie 6 gebildeten Rücklagen abschmelzen, um die Mindereinnahmen während der Corona-Krise auszugleichen.

Hierzu erklärt Samuel Kuhn, Sprecher der Grünen Jugend Würzburg: „Offenbar will Herr Scheller die Linie 6 durch die Hintertür beerdigen, indem er ihr den Geldhahn zudreht. Dabei ist die Linie 6 das wichtigste Klimaschutzprojekt Würzburgs. Sie muss für die Stadt oberste Priorität haben. Hier darf nicht gespart werden.“

Anstatt beim Klimaschutz sollten dort Ausgaben gestrichen werden, wo die Klimakrise gar noch befeuert wird.

„Bevor die Rücklage angegriffen wird, muss durch das Aufschieben aller autofreundlichen Straßenbauprojekte in diesem Jahr Geld gespart werden.“ findet Louisa Baumgart, Sprecherin der GJ Würzburg und ergänzt: „Sollte dann immer noch Geld fehlen, sodass die Rücklage aus haushaltsrechtlichen Gründen angegriffen werden muss, dann sind die für die kommenden Jahre geplanten Straßenbauprojekte zu streichen. So kann das dafür vorgesehene Geld für den Bau von Straßenbahnlinien verwendet werden.“

Die Stadt hat in der Verkehrspolitik in den letzten Jahren viel zu oft falsche Wege begangen. Jetzt ist eine sehr gute Gelegenheit, diese Fehltritte zu korrigieren.

„Insbesondere der Ausbau des Greinbergknotens sollte in diesem Zusammenhang ersatzlos gestrichen werden. Dieses Projekt ist klimafeindlich und darf keine finanziellen Ressourcen verbrauchen.“, so Samuel Kuhn abschließend.