Auch wenn es sich für einige so anfühlt und keine*r mehr Lust auf Einschränkungen hat: Die Corona-Krise ist noch nicht vorbei!

Viele Personengruppen kämpfen immer noch mit den direkten Auswirkungen des Virus oder den Folgen des Lockdowns. Und wie so oft sind Frauen und Queere Menschen besonders stark betroffen:

Frauen: Die Krise verfestigt stereotype Rollenbilder, wodurch Frauen, die durch Arbeit und Haushalt sowieso schon doppelte Verantwortung tragen, noch mehr belastet werden.

Care-Arbeiterinnen: Während bei uns so langsam wieder der Alltag einkehrt, wird die Arbeit in Krankenhäusern und Pflegeheimen weiterhin vom Corona-Virus bestimmt, was die ohnehin schon große Belastung von Pflegekräften und anderen Care-Arbeiter*innen noch verstärkt.

Betroffene von Häuslicher Gewalt: Wenn das eigene Zuhause kein Save-Space ist, sonder der Ort, an dem Gewalt unterschiedlichster Art erlebt wird, ist ein Lockdown so wie wir ihn erlebt haben nahezu das schlimmste was einem passieren kann. Noch immer fehlen den Betroffenen viele Möglichkeiten, sich zurückzuziehen oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Frauen in Altersarmut: Die Tafeln und andere Organisationen mussten ihre Arbeit vorübergehend einschränken oder pausieren, was den Alltag vieler Menschen in Altersarmut enorm erschwert. Zusätzlich gehören die Betroffenen selbst zur Risikogruppe.

Alleinerziehende: Wer alleine ein oder mehrere Kinder großzieht, hat ohnehin schon alle Hände voll zu tun. Wenn dann auch noch alle externen Betreuungsmöglichkeiten wegfallen, entstehen enorm herausfordernde Stressituationen für Elternteil und Kind/er.

Queere Menschen: Für die meisten queeren Menschen ist es besonders wichtig, bei Veranstaltungen oder in Clubs und Bars Gleichgesinnte zu treffen, da diese im direkten Umfeld und in der Familie oft fehlen. Durch die Schließung dieser Rückzugsorte wurde der Alltag vieler LGBTIQ*s erschwert.