Aber was bedeuted eigentlich Non-Binary – oder auf deutsch – nicht binär?

Unsere Gesellschaft beruht auf einer binären Geschlechterordnung, die nur zwei sich gegenseitig ausschließende Geschlechter kennt: Frau und Mann.

Doch in Wahrheit ist das Spektrum viel breiter gefächert: Sowohl beim biologischen als auch beim sozialen Geschlecht gibt es weit mehr Formen und Varianten als „nur männlich oder weiblich“.

Außerdem sind die Begriffe feminin und maskulin stark gesellschaftlich geprägt und deshalb nicht fest. Zum Beispiel ist ein Mann nicht automatisch feminin, nur weil er ein Kleid trägt, auch wenn dies aktuell viele Deutsche so einstufen würden.

Ein Beispiel für nicht-binäre biologische Geschlechter sind Inter*Menschen. Sie haben körperliche Geschlechtsmerkmale beider Geschlechter (also weibliche und männliche) oder eine Variation dieser Merkmale.

Bei androgynen Personen dagegen ist es beispielsweise so, dass die Geschlechtsorgane eindeutig weiblich gelesen werden, andere körperliche Merkmale aber eher maskulin aussehen. Das können zum Beispiel eher markante Gesichtszüge oder eine stark ausgeprägte Körpermuskulatur sein. Androgynität kann Einfluss auf das soziale Geschlecht einer Person haben, kann aber auch vollkommen unabhängig davon sein.

Generell lassen körperliche Merkmale nicht auf das soziale Geschlecht einer Person schließen. Die Geschlechtsidentität eines Menschen ist immer eigenständig.

So gibt es Menschen, die sich weder als weiblich, noch als männlich identifizieren – oder als beides – oder als Kombination dieser Geschlechter. Für die jeweiligen Formen gibt es unterschiedliche Bezeichnungen.

Personen, die sich überhaupt keinem sozialen Geschlecht zugehörig fühlen nennt man agender oder ungeschlechtlich.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Poly*- oder Pan*gender, die sich nicht nur als weiblich und/oder männlich identifizieren sondern gleichzeitig noch andere Geschlechtsidentitäten in sich vereinen.