„Die Lage ist ernst. Wenn wir nichts unternehmen, riskieren wir einen vielfältigen Teil der Würzburger Kultur zu verlieren“, mahnt Anna Tanzer von den Jusos Würzburg. „Die Clubs mussten als erste schließen und werden vermutlich erst als letzte wieder öffnen können“. Jusos und Grüne Jugend wollen sich deshalb gemeinsam mit Kulturschaffenden für Maßnahmen der Stadt Würzburg einsetzen. „Die Hilfen von Bund und Freistaat sind leider nicht ausreichend. Außerdem gab es für Clubs bisher keinerlei Lockerungen, was einen Betrieb unmöglich macht“, erklärt Samuel Kuhn von der Grünen Jugend Würzburg.

Die Nachwuchsorganisationen von SPD und Grünen haben sich deshalb an einen Tisch gesetzt, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten. „Wir wissen, dass sich auch das Kulturamt der Stadt bereits mit dem Thema beschäftigt. Aber wir wollen die Problematik auch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, so Kuhn. Die politische Sommerpause des Stadtrats soll für den Dialog mit Betroffenen und den Austausch mit den Stadtratsfraktionen genutzt werden. „Kultur ist mehr als Mainfranken Theater oder Mozart Fest. Wir werben für einen breiten Kulturbegriff, in dem auch DJs und Co Platz haben“, so Tanzer.