Laut dem Bayerischen Rundfunk hat die Stadt Würzburg bei der Regierung von Unterfranken einen Antrag gestellt, um im Rahmen eines Pilotprojektes die Außengastronomie sowie Theater und Kinos zu öffnen. Auch Sportveranstaltungen mit Zuschauer:innen stehen im Zuge zweier weiterer Modellversuche im Raum. Frühestens soll dies ab dem 12.04. möglich sein, Voraussetzungen dafür sind eine Inzidenz unter 100 sowie Testangebote und eine App zur Kontaktnachverfolgung.

Hannah Oschmann, Mitglied des Vorstands der GRÜNEN JUGEND Würzburg, äußert sich dazu folgendermaßen: „Lockerungen gibt es fast nur in den Bereichen, in denen konsumiert wird. Das Bedürfnis gerade von jungen Menschen, nach Monaten wieder ein Sozialleben mit Treffen in kleineren Gruppen an der frischen Luft zu haben, wird so erneut missachtet. Wieder einmal werden wirtschaftliche Interessen vor das Wohl der Menschen gestellt.“

„Jetzt, inmitten einer dritten Welle, Lockerungen durchzuführen ist mehr als gewagt. In Tübingen hat sich bei einem ähnlichen Modellprojekt die Inzidenz innerhalb weniger Tage fast verdoppelt. Es ist davon auszugehen, dass die Effekte der vom Würzburger OB Schuchardt vorgeschlagenen Lockerungen vergleichbar sein werden. Daher lehnen wir als GJ Würzburg dieses Modell ab und schlagen vor, zunächst die Inzidenzzahlen nachhaltig zu reduzieren“, so Samuel Kuhn, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Würzburg.