IDAHOBIT 2026: Queeres Leben schützen heißt Demokratie verteidigen!
Am 17.05 ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT). In den derzeit politisch angespannten Zeiten ist für uns als GRÜNE JUGEND Würzburg klar: Der Kampf gegen Queerfeindlichkeit ist kein Nebenthema, sondern notwendiger denn je!
Denn die gesellschaftliche Lage verschärft sich zunehmend. Die Zahl queerfeindlicher Straftaten sowie rechtsextremer Gewalttaten steigt seit Jahren weiter an. Gleichzeitig nehmen auch die Angriffe und Bedrohungen gegen Christopher Street Days und queere Veranstaltungen immer weiter zu. Alleine im Jahr 2025 wurden insgesamt 111 Vorfälle gegen CSDs dokumentiert. Dazu zählten Verhinderungsversuche durch extreme, rechte Kommunalpolitiker*innen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und körperliche Angriffe.
Doch auch die politische Lage verschärft sich immer mehr in Richtung Queerfeindlichkeit. Angefangen bei der von Julia Klöckner mit ausgelösten Debatte um die Regenbogenflagge auf dem Bundestag bis hin zu einer Familienministerin, die jetzt den Aktionsplan “Queer leben” auslaufen lässt und ihre eigene Queerbeauftragte kritisiert, weil diese sich im Netz gegen Transfeindlichkeit positioniert hat.
Das sendet ein fatales Signal an Betroffene: Gerade in Zeiten wachsender queerfeindlicher Gewalt fehlt es an politischer Rückendeckung. Statt queere Menschen konsequent zu schützen, wird zunehmend versucht, sich von ihnen politisch abzugrenzen.
“Wenn queere Menschen wieder Angst haben müssen, sichtbar zu sein, dann ist das ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft. Die Rechte und Freiheiten, die queere Menschen heute haben, wurden von früheren Generationen über Jahrzehnte hinweg hart erkämpft, gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, staatliche Unterdrückung und Gewalt. Diese Fortschritte dürfen heute nie wieder infrage gestellt werden, sondern müssen geschützt werden,” erklärt Kai Frescher, Specher der GRÜNEN JUGEND Würzburg.
Auch Mathilda Oechslein, Sprecher*in der GRÜNEN JUGEND Würzburg, kritisiert die aktuellen politischen Entwicklungen deutlich: “Demokratie lebt von Vielfalt, und eine vielfältige Demokratie muss seine vielfältige Gesellschaft schützen. Stattdessen erleben wir momenten immer häufiger politische Debatten, in denen sich an Regenbogenflaggen oder queerer Sichtbarkeit abgearbeitet wird, während es wirklich Probleme gibt wie der Anstieg von queerfeindlicher Gewalt oder die Bedrohung von CSDs. Wer auf Kriegsfuß mit queerer Sichtbarkeit steht, schützt nicht die Betroffenen sondern spielt den Tätern in die Karten”
Gerade deshalb braucht es progressive Kräfte, die sich konsequent gegen jede Form von Queerfeindlickeit stellen und zwar 365 Tage im Jahr und nicht nur am IDAHOBIT.
Auch in Würzburg zeigt sich, dass politische Entscheidungen, die den Schutz und die Bedürfnisse queerer Menschen ernst nehmen, etwas verändern können. Durch den Einsatz vieler Initiativen angestoßen und besonders mitgetragen durch die Grüne Stadtratsfraktion konnten in Würzburg schon wichtige Fortschritte erreicht werden: Zuschüsse für den CSD, mehr queere Sichtbarkeit im öffentichen Raum oder die Rettung des queeren WuF-Zentrums vor der Schließung.
Für uns als GRÜNE JUGEND Würzburg ist klar: Queeres Leben gehört in die Mitte der Gesellschaft. Denn queere Sichtbarkeit ist keine Provokation, sondern Teil einer freien Gesellschaft.
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