Am Freitag, 04.03., fand in Wertheim eine Wahlkampfveranstaltung der AfD mit Alexander Gauland statt. Da die AfD seit Monaten in einer extrem widerlichen Weise gegen Geflüchtete und Linke hetzt und dabei ein rassistisch-nationalistisches Weltbild vertritt, hatte ein breites Bündnis, zu dem auch die Grüne Jugend Würzburg gehörte, eine Demonstration gegen die Veranstaltung der AfD angemeldet. An der Demonstration nahmen trotz schlechtem Wetter bis zu 500 Menschen teil. Nach der Zwischenkundgebung, die in der Nähe des Veranstaltungsortes der AfD stattfand, setzte sich eine Gruppe von ca. 50 Menschen aus dem Demo-Zug ab und zog bis vor die Halle der AfD. Dort wurde eine Menschenkette gebildet, um den anreisenden AfD-Rassist*innen den Zugang zu Halle so unangenehm wie möglich zu gestalten und ihnen mit Parolen und Transparenten direkt zu zeigen, dass ihre rassistische Hetze unerwünscht ist. Dieser sehr begrüßenswerte, friedliche Protest rief unterschiedliche Reaktionen hervor. Während sich die Polizei zunächst ruhig verhielt, begannen einige Rassist*innen, die Demonstranten verbal und auch tätlich anzugehen. Als sich die Gruppe der Protestierenden dann vom Vorplatz der Halle in Richtung der Einfahrt entfernte und dort platzierte, um den Protest fortzusetzen, reagierte auch die Polizei extrem gewalttätig und aggressiv. Ca. 20 Polizist*innen drängten unter massivem Schlagstockeinsatz die völlig friedliche und zu diesem Zeitpunkt noch aus ungefähr 15-20 Aktivist*innen bestehende Gruppe ab. Dabei wurden auch Polizeihunde eingesetzt und die Gewalt der Polizei richtete sich auch in besonders grotesker Weise gegen völlig unbeteiligte, als ein Polizist mit seinem Schlagstock auf ein Auto, das vorbei fahren wollte, einschlug.

Protest erfolgreich

Insgesamt kann der Protest gegen die AfD in Wertheim als erfolgreich bezeichnet werden. Sowohl die 500 Menschen bei der Demo, als auch die Aktivist*innen vor der Halle haben den Rassist*innen der AfD deutlich gezeigt, dass sie nicht ungehindert ihre rassistische Hetze verbreiten können. Bezeichnend ist neben dem Rauswurf von zwei missliebigen Journalist*innen aus der AfD-Veranstaltung auch das Vorgehen der Polizei. Während überall in Deutschland Flüchtlingsheime brennen, wird gewaltfreier antirassistischer Protest kriminalisiert und gewalttätig aufgelöst. Die Grüne Jugend Würzburg verurteilt dieses Vorgehen, das zum wiederholten Male zeigt, auf wessen Seite die Sicherheitsbehörden in Deutschland stehen. Kein Fußbreit den Rassist*innen der AfD!