Nach dem Anschlag in Ochsenfurt und Würzburg hatte sich die NPD es zur Aufgabe gemacht die furchtbaren Ereignisse für ihre nationalsozialistische Propaganda zu missbrauchen. Darum rief sie für den 23. Juli zu einer „Mahnmache“ vor der Stadtteilbücherei in Heidingsfeld auf, zu der allerdings lediglich 15 Braune erschienen. Die Hassveranstaltung fand in einem eingezäunten Areal statt und erfuhr lautstarken Protest durch 400 Gegendemonstrant*innen, welche sich auf der anderen Seite der Absperrung befanden. Darunter waren unter anderem die GRÜNE JUGEND Würzburg, die Jusos Würzburg, Oberbürgermeister a.D. Georg Rosenthal und viele andere Bürger*innen und antifaschistische Aktivist*innen aus ganz Unterfranken.

Lautstarker Gegenprotest

Dem volksverhetzenden Transparent „Deutsche Opfer – fremde Täter!“ wurde zum Beispiel mit einem „Refugees welcome“-Transparent Contra gegeben. Durch ihre Parolen – wie etwa „Nazis ‚raus!“, „Haut ab!“, „Halt die Fresse!“, „Nazis morden, der Staat macht mit; der NSU war nicht zu dritt!“ – und ihre Trillerpfeifen sorgten die antifaschistischen Protestierenden dafür, dass Musik und Reden der Nationalsozialist*innen trotz Mikrofon und Anlage nicht zu verstehen waren.

Auch die AfD möchte hetzen

Würzburg hat sich erfolgreich und eindrucksvoll gegen die Fremdenfeindlichkeit der NPD gewehrt! Wir freuen uns, dass so viele Menschen brauner Hetze sich entgegengestellt haben. An dieser Stelle möchten wir nochmals auch darauf hinweisen, dass die „Alternative“ für Deutschland eine ähnliche Kundgebung am heutigen Sonntagabend (24.07.16, 18 Uhr) am Unteren Markt plant und hoffen, dass Würzburg wieder da sein wird, um Faschismus die rote Karte zu zeigen. Die AfD hat bereits versucht aus dem Amoklauf in München Kapital zu schlagen und diesen in Zusammenhang mit einer toleranten, offenen Gesellschaft gestellt. Dadurch verdeutlicht sie, dass sie ebenfalls eine Gefahr für die Demokratie ist und auch vor der widerlichsten, niederträchtigsten Propaganda nicht zurückschreckt.