Ab dem 1. August kosten in Würzburg die Tickets des ÖPNV durchschnittlich 1,32 % mehr, einzelne Tarife steigen jedoch um einiges stärker an: so erhöht sich der Fahrpreis für eine Einzelkarte für Erwachsene um rund 4% – von 2,60 € auf 2,70 €. Das sind mittlerweile Fahrpreise, die in Berlin bezahlt werden.

Milena Merkel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Würzburg erklärt dazu:

„Die WVV zeigt mal wieder anschaulich, warum die Fahrgastzahlen des ÖPNV in Würzburg in den letzten Jahren immer weiter gesunken sind: wer auf teurere Preise setzt und noch dazu wie zuletzt bei der Straßenbahn am Samstag das Fahrplanangebot reduziert, wird kaum mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen können. Stattdessen wird eine sich immer weiter drehende Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die den ÖPNV immer unattraktiver macht. Doch gerade die Feinstaubmetropole Würzburg braucht einen starken ÖPNV und weniger Autos. Die derzeitige Politik bewirkt das Gegenteil und wird zu noch stärkerer Gesundheitsbelastung durch Abgase führen.“

Sebastian Hansen, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Würzburg ergänzt:

„Wir fordern deswegen die Stadt Würzburg auf, die Zuschüsse für den ÖPNV zu erhöhen, damit das Angebot ausgebaut werden kann. Die Fahrpreiserhöhungen müssen zudem so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden! Langfristig sollte auch über einen ticketlosen ÖPNV nachgedacht werden. Darüber hinaus muss die Linie 6 jetzt sofort in Angriff genommen werden, denn mit den offenbar verbesserten Fördermöglichkeiten durch den Freistaat ist die Realisierung einfach wie nie. Der Bürger*innenentscheid zum grünen Platz hat gezeigt, dass die Würzburger*innen eine Wende in der Verkehrspolitik wollen. Auch im Stadtrat muss die teilweise herrschende Blockadehaltung nun zügig aufgegeben werden!“