Die Zeller Straße ist eines der verkehrspolitischen Sorgenkinder der Stadt Würzburg. Durch den engen Straßenquerschnitt kommt es regelmäßig zu Konfliktsituationen zwischen Rad- und Autoverkehr. Vor allem der Lärm und Gestank des motorisierten Individualverkehrs beeinträchtigt die Anwohnerinnen und Anwohner am Zeller Berg. Im Zuge der akuellen Diskussion über die gegenwärtige Verkehrsführung fordert die Grüne Jugend Würzburg nun die sofortige Errichtung einer provisorischen Einbahnstraße.

„Der Umgang von Stadt und Verwaltung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der Zeller Straße beweist einmal mehr, dass der gegenwärtige Politik-Stil ausgedient hat: Stadtgestaltung, die sich allein am fließenden Durchgangsverkehr orientiert, ist nicht mehr zeitgemäß. Unsere Leitlinie muss die Rückgewinnung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt sein. Vielmehr können wir dafür sorgen, dass der Anteil des motorisierten Individualverkehrs in Würzburg generell sinkt. Durch einen attraktiven ÖPNV, sowie sichere Geh- und Radwege müssen Anreize für klimafreundliche Mobilität gesetzt werden.“, sagt Konstantin Mack, Spitzenkandidat der Grünen Jugend zur Stadtratswahl. Dabei stehe die Zeller Straße exemplarisch für viele andere problematische Stellen in Würzburg, an denen die Anwohnerinnen und Anwohner ebenfalls unverhältnismäßig stark von Lärm und Gestank beeinträchtigt sind. Das Mainviertel insgesamt, aber auch der Stadtring, die Ludwigstraße und die Versbacher Straße sind chronisch überlastet.
Niklas Dehne, Stadtratskandidat der Grünen Jugend, fügt hinzu: „Deshalb reicht es nicht, bloß nach punktuellen Lösungen zu suchen. Vielmehr braucht es ein Gesamtkonzept für den Würzburger Verkehr. Dazu gehört auch, den schienengebundenen Nahverkehr auszubauen oder dem Bus mittels Vorrangschaltungen ein flüssigeres Vorankommen zu ermöglichen. Aber auch Fahrradstraßen sind ein solides Mittel gegen Lärm und Flächenverbrauch.“